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《孔院杂志》· 发现:徜徉山海之间 中国徒步新体验——选自《孔子学院》中德文对照版

2025-02-28

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本刊作者溥维雅在访问厦门期间,想要走出城市,体验一下大自然。在这座中国南方城市新开辟的“山海健康步道”上,她发现了从未体验过的徒步旅行的另一面。



我来到中国,为的是体验充满活力的都市脉动,享受夜晚街头的喧嚣,感受中国崛起和现代化发展的能量。在这些访问中,对自然的体验往往被忽略——想要接触到真正的大自然实在是太难了。我也曾多次尝试徒步旅行,但森林里频繁出现的柏油路和水泥台阶往往让我望而却步,也让我对大自然产生了一种莫名的距离感。


如今,厦门又修建了一条新的步道,这条“山海健康步道”不仅让徒步者饱览沿途风景,步道本身也是风景。这是一条几乎贯穿整个厦门的高架步道,长达31公里,步道从城市西南山丘沿东海的海岸线蜿蜒而上,穿过整个厦门岛与厦门城区,一直延伸到城市东北部的五缘湾。



你可能会认为,我不会喜欢这条徒步旅行路线,因为它比我以前见过的任何步道都更加人工化。但这次不同。我很清楚在厦门30度的亚热带气候中穿越森林意味着什么:蚊虫、酷热和汗水。我在厦门植物园早已深有体会。植物园坐落在风景如画的沿海森林中,成千上万的花岗岩石块突兀而起,矗立其间。从北面入口走到南面尽头,少说也要三个小时,其中只有一小部分园区是经过规划和开发的,其余都是荒野。植物园是我在厦门最喜欢的地方之一,而今天,我走在高架步道上,可以从远处、并且几乎是从空中俯瞰并观赏植物园。



我吹着清新的海风,海风如影随形,能赶走所有的蚊虫。我还喜欢,所有通往高架步道的入口都是无障碍设计,且每隔一段距离就有公共厕所,在那附近还可以买到饮料。不过,追求完美过了头,也会出现一些奇葩装置。例如,每隔五百米就会出现紧急医疗“一键求助”,里面播放着古典钢琴曲,当最多到了第三个装置时,那音乐就已经让我有些烦躁了。修建这条步道耗资巨大,据估计约为4亿欧元,这显然也是对大自然的一次巨大干预。有朋友告诉我,并不是所有市民都赞成修建这条步道。



然而我也看到,许多当地人接受并喜欢上这条新步道。周日,他们成群结队来到这里:一位母亲每个周末都带着十三岁的女儿来探索一小段新路;还有南普陀寺的僧人,他们计划晚上在这里与一位少林寺的僧人一起练习太极拳和气功,并按照厦门人好客的传统邀请我一道喝茶。海滨城市的休闲活动显然多了一种新的选择。在步道通向地面的地方,尤其是在靠近东坪山村的地方,厦门人铺开野餐垫,一边吃吃喝喝,一边打牌玩乐。夜幕降临时,他们也能轻松找到回去的路,因为到了夜晚,步道就变成一条巨大的、闪闪发光的蛇——看上去有些怪异,但很实用。



Unsere Autorin Sylvia Pollex wollte bei ihrem Besuch in der südchinesischen Stadt Xiamen mal raus aus der Stadt und ein Stück Natur erleben. Auf dem neu angelegten »Berge-und-Meer-Gesundheitswanderweg« entdeckte sie eine für sie unbekannte Seite des Wanderns.


Nach China komme ich, um pulsierende Urbanität zu erleben, das abendliche Treiben auf den Straßen zu genießen und die Energie des Aufbruchs und der Moderne zu spüren. Naturerlebnisse kommen bei diesen Besuchen eher kurz – zu mühsam ist oft der Zugang zu echter Natur. Ich habe es immer wieder mal mit Wanderungen probiert, aber die häufigen asphaltierten Wege und Treppen aus Beton mitten im Wald schreckten mich ab und schufen eine seltsame Distanz zur Natur.


Nun setzt ein neuer Wanderweg in Xiamen noch eins drauf: Der »Berge-und-Meer-Gesundheitswanderweg« macht sich nicht mehr die Mühe, einen Ausblick als Ziel zu setzen, er ist die Aussicht selbst, eine nahezu durchgehende Plattform hoch über Xiamen. 31 Kilometer lang schlängelt sich der Hochwanderweg von den Hügeln im Südwesten an der Küste des Ostchinesischen Meeres, quer über die gesamte Insel und das Stadtgebiet von Xiamen bis zur Wuyuan-Bucht im Nordosten.


Man könnte meinen, dass mir dieser Wanderweg, der alles bisher Gesehene an Künstlichkeit überbietet, nicht gefallen würde. Aber diesmal ist es anders. Ich weiß genau, was es im subtropischen Klima Xiamens bei dreißig Grad bedeuten würde, durch den Wald zu laufen: Mücken, Hitze und Schweiß. Ich kenne das aus dem Botanischen Garten der Stadt. Er liegt malerisch in den Küstenwäldern, aus denen Tausende Granitfelsen herausragen. Ihn einmal vom Eingang im Norden bis zu seinem südlichen Ende zu durchwandern, dauert locker drei Stunden. Dabei ist nur ein kleiner Teil angelegt und erschlossen, der Rest ist Wildnis. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsorte in Xiamen, heute gibt es ihn aus der Ferne und quasi aus der Luft.


Ich genieße die frische Meeresbrise als ständige Begleitung, die alle Mücken fortbläst. Mir gefällt, dass alle Zugänge zum Hochweg behindertengerecht angelegt sind und in regelmäßigen Abständen Toilettenhäuschen eigerichtet wurden, in deren Nähe auch Getränke gekauft werden können. Doch der Hang zu Perfektion treibt auch seltsame Blüten. Zum Beispiel die gefühlt alle fünfhundert Meter auftauchenden Notfallsäulen, aus denen eine klassische Klaviermelodie tönt, die spätestens ab der dritten Säule an den Nerven sägt. Den Weg zu bauen, hat Unsummen gekostet. Umgerechnet etwa 400 Millionen Euro sollen es gewesen sein und es ist sichtlich ein heftiger Eingriff in die Natur. In der Bevölkerung finden das längst nicht alle gut, erzählen mir Freunde.


Gleichzeitig sehe ich hier, wie viele der Einheimischen diesen neuen Weg annehmen und mögen. In Scharen sind sie an diesem Sonntag hergekommen: Die Mutter, die sich gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Tochter an jedem Wochenende ein neues kleines Stück des Weges zur Erkundung vornimmt, oder die Mönche vom Nanputuo-Tempel. Sie wollen hier am Abend mit einem Mönch vom Shaolin-Kloster Taijiquan und Qigong praktizieren und laden mich, ganz in der Tradition Xiamener Gastlichkeit, zum Teetrinken ein. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Stadt am Meer haben defi nitiv eine neue Option dazubekommen. An den Stellen, wo der Weg zurück auf die Erde führt, vor allem in der näheren Umgebung des Dörfchens Dongpingshan, haben die Xiamener ihre Picknickdecken ausgebreitet, essen, trinken und spielen Karten. Wenn es dunkel wird, finden sie den Weg zurück mit Leichtigkeit. Denn in der Nacht wird der Weg zu einer riesigen beleuchteten Schlange – etwas skurril, aber praktisch.



文章选自《孔子学院》中德文对照版2024年11月·总第58期30-35页


Text / 文: Sylvia Pollex 溥维雅

Fotos / 图: Thomas Rötting 岳拓

Aus dem Deutschen / 中文翻译: Wujiao Hermine Zhang 张无骄

Zusammenstellung / 排版: Li Zhoulin 李周林

Korrekturlesen / 发布审校:Yang Qingfang 杨庆芳








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