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《孔院杂志》· 人物:近黄昏,心往之 一位七旬牛津学者的中文之路——选自《孔子学院》中德文对照版

2025-04-24

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我这个七旬牛津“晚学”,住在美丽的泰晤士河旁边,一向热爱探险。大概十二年前,我有点担心,如果没有了做研究的挑战,还有令人着迷的乐趣,我该如何过退休后的日子呢?结果是,我接受了不可思议的挑战:学习汉语,并由此开始探索中国文化的宝库。


牛津大学泰晤士河畔

Oxford University an der Themse

在过去几十年里,我个人和中国都发生了巨大的变化,我与中国的故事也穿越了四个阶段


第一个阶段开始于童年时,我单纯地认为中国很神秘,也只是听说过孔子的名言名句。我上大学的时候,跟亚洲同学成了好朋友,学会了打羽毛球,用筷子吃中餐,为将来与中国亲近打下了基础。


第二个阶段是我亲自接触中国文化。2011年,命运的齿轮转动,我第一次去中国参加学术会议,还游览了五天名胜古迹。我发现随处皆是既壮丽又精彩,还有充满历史、浪漫和诗意的景色,我还亲眼见证了近几十年来中国经济与社会快速发展的成果,令人佩服。这次精彩的经历促动了我对中国文化的激情,尤其是对汉字的好奇心。我回家之后,迫不及待地开始学习汉语,报名参加了牛津大学语言中心的初级中文课程,每周都兴致勃勃地去上课,并且喜欢自学,练习写作。


海伦在她的书房里

Helen A. Bergen in ihrem Arbeitszimmer

2015年,我的汉语能力进一步提升,决定再去中国,这次跟老公在中国度假两周。我在用中文与当地人交流时开始有点紧张,但幸好一切顺利。我这个白发老太太说中文,让当地人十分吃惊,也增强了我自己用中文交流的自信。


第三个阶段开始于2017年,我再去中国的时候,几乎有了“归属感”。我与当时的中文老师景伟十分亲近,仿佛他真的是我的儿子。因此,我和老公去上海拜访了景伟的父母。他们热情地款待我们好几天,真是难以忘记的时光。后来在法国,景伟的婚礼上,我和老公很荣幸地担任他的证婚人,我还用中文致辞。


2018年,我在牛津大学报名的高级中文课程突然被取消了。幸好我早知道孔子学院的中文教育举世闻名,我对孔院的网站也很熟悉。通过查询孔院的网站,我惊喜地发现牛津布鲁克斯大学有一所孔子学院,提供不同难度的中文课,还有汉语角、书法课和各种中国文化节日活动。


牛津布鲁克斯大学孔子学院

Konfuzius-Institut an der Oxford Brookes University

从此,我就成了孔院的头号铁粉,甚至疫情期间,我都坚持参与孔院线上课程,也享受了免费太极拳学习。课堂之外,我也和孔院的老师们成为了忘年交,常邀请他们到我家里来做客。随着年龄的增长,在遥远的地方想念中国的风土人情就成为了第四个阶段。目前由于我老公身体的原因,我们再也不能去中国走走看看,真是遗憾。为了消愁解闷,我经常上网看中国电视剧,这不仅让我更加了解中国,也能提高中文水平。另外一个让我乐此不疲的爱好就是研究唐诗,我也试着把自己的灵感变成一首古诗,并把它分享给老师看。最近两年,我忍不住提笔自述人生,自传《与猫的回忆录》,反映了生活的酸甜苦辣。在不断修订写作的过程中,也筑牢了我与孔院老师的深厚情谊。


牛津布鲁克斯大学孔子学院线上汉语课

Online Chinesischunterricht im Konfuzius-Institut an der Oxford Brookes University

也许你要问,为什么我要在这里分享我与中国的故事呢?因为我深知岁月不饶人,但还来得及倾诉衷肠。十二年的中文学习之路,有太多的幸福和收获。如果我的经历能启示其他人踏上新的道路,这就是我作出的微小贡献。最重要的是,我想表达自己对中国文化的热爱,以及对孔子学院所有尽心尽力给我启示的老师们的感激。正如子曰:德不孤,必有邻。——《论语·里仁》


岁月荏苒,仍期待与你一路同行!



Ich bin eine Oxford-Gelehrte in ihren Siebzigern, die an der schönen Themse lebt und schon immer eine Vorliebe für Abenteuer hatte. Vor etwa zwölf Jahren machte ich mir ein wenig Sorgen, wie ich meine Tage im Ruhestand ohne die Herausforderung der Forschung, ohne Faszination, Spaß und Freude verbringen würde. Wie sich herausstellte, sollte ich eine außergewöhnliche Herausforderung annehmen – das Erlernen der chinesischen Sprache – und auf diese Weise mit der Erkundung der Schätze der chinesischen Kultur beginnen.


In den letzten Jahrzehnten haben sich sowohl China als auch ich persönlich stark verändert. Meine Beziehung zu China hat insgesamt vier Phasen durchlaufen. Die erste Phase begann in meiner Kindheit. Da war China für mich ein geheimnisvolles Land und ich hatte lediglich von den berühmten Zitaten des Konfuzius gehört. Als ich an die Universität ging, schloss ich Freundschaften mit asiatischen Kommiliton:innen, lernte Badminton spielen und mit Stäbchen chinesisch zu essen. Damit legte ich den Grundstein für meine spätere Affinität zu China. Die zweite Phase bestand in meiner persönlichen Begegnung mit der chinesischen Kultur: Im Jahr 2011 reiste ich, wie es das Schicksal so wollte, zum ersten Mal nach China, um an einer akademischen Konferenz teilzunehmen. Ich nutzte die Gelegenheit, um fünf Tage lang die Sehenswürdigkeiten des Landes zu erkunden. Überall fand ich prächtige und wunderschöne Landschaften voller Geschichte, Romantik und Poesie vor. Zudem konnte ich mit eigenen Augen die beeindruckenden Ergebnisse der rasanten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Chinas der vergangenen Jahrzehnte erleben. Diese eindrucksvolle Erfahrung hat meine Leidenschaft für die chinesische Kultur und insbesondere meine Neugierde für chinesische Schriftzeichen geweckt. Kaum zu Hause angekommen, meldete ich mich voller Eifer für einen Chinesisch-Anfängerkurs am Sprachenzentrum der Universität Oxford an. Dort nahm ich mit großer Begeisterung an den wöchentlichen Kursen teil, genoss mein Selbststudium und übte das Schreiben.


Im Jahr 2015 verbesserten sich meine Chinesischkenntnisse weiter und ich beschloss, erneut nach China zu reisen – diesmal für einen zweiwöchigen Urlaub gemeinsam mit meinem Mann. Anfangs machte mich die Verständigung auf Chinesisch noch etwas nervös, doch glücklicherweise verlief alles reibungslos. Die Tatsache, dass ich – eine alte, ergraute Dame – Chinesisch sprach, überraschte die Einheimischen sehr und stärkte mein Selbstvertrauen hinsichtlich der Kommunikation auf Chinesisch. Die dritte Phase begann im Jahr 2017, als ich nach China zurückkehrte und mich fast wie zu Hause fühlte. Meinem damaligen Chinesischlehrer Jing Wei stand ich sehr nahe, beinahe als wäre er mein eigener Sohn. Also fuhren mein Mann und ich nach Shanghai, um Jing Weis Eltern zu besuchen. Sie nahmen uns einige Tage lang sehr herzlich auf – eine unvergessliche Zeit. Später sollte meinem Mann und mir die Ehre zuteilwerden, Trauzeugen bei Jing Weis Hochzeit in Frankreich zu sein, und ich hielt sogar eine Rede auf Chinesisch. Im Jahr 2018 wurde mein Chinesischkurs für Fortgeschrittene an der Universität Oxford unerwarteterweise abgesagt. Glücklicherweise wusste ich, dass das Konfuzius-Institut weltweit für seinen Chinesischunterricht bekannt ist. Auf der Website des Konfuzius-Instituts fand ich zu meiner großen Überraschung heraus, dass die Oxford Brookes University über ein Konfuzius-Institut verfügt, das Chinesischkurse für alle Niveaustufen anbietet sowie ein Sprachcafé, Kalligrafiekurse und ein vielfältiges Kulturveranstaltungsprogramm.


Seitdem bin ich zum größten Fan des Konfuzius-Instituts geworden. Selbst während der Pandemie habe ich weiterhin an den Online-Kursen des Instituts teilgenommen und kam in den Genuss kostenloser Taiji -Chi-Stunden. Auch außerhalb des Unterrichts habe ich Freundschaften mit den Lehrenden des Konfuzius-Instituts geschlossen und sie oft zu mir nach Hause eingeladen. Mit zunehmendem Alter ist die Sehnsucht aus der Ferne nach den chinesischen Bräuchen und Traditionen zur vierten Phase geworden. Zurzeit bedauere ich sehr, dass wir aufgrund der gesundheitlichen Verfassung meines Mannes nicht mehr nach China reisen können. Um mir meine Langeweile zu vertreiben, sehe ich mir oft chinesische Fernsehserien im Internet an. Das hilft mir nicht nur, mehr über China zu erfahren, sondern auch, meine Chinesischkenntnisse zu verbessern. Ein weiterer freudestiftender Zeitvertreib ist das Studium von Tang-Gedichten. Ich versuche auch, meine eigene Inspiration in klassische Dichtung umzusetzen, die ich dann mit meinen Lehrern und Lehrerinnen teile. In den letzten zwei Jahren konnte ich nicht widerstehen, den Stift auf das Papier zu setzen, um über mein Leben zu berichten. Meine Autobiografie, „Erinnerungen mit einer Katze“, spiegelt die Höhen und Tiefen des Lebens wider. Während des Schreibprozesses hat sich die Verbindung zu meinen Lehrer:innen am Konfuzius-Institut weiterhin vertieft.


Vielleicht fragen Sie sich, warum ich hier über meine Beziehung zu China schreibe? Weil mir bewusst ist, dass ich dem Altern nicht entkommen kann, aber doch noch genug Zeit bleibt, um mein Herz auszuschütten. Meine zwölf Jahre des Chinesischlernens waren von großem Glück und geistiger Bereicherung erfüllt. Wenn meine Erfahrung andere dazu inspirieren könnte, einen neuen Weg einzuschlagen, so hätte ich damit einen kleinen Beitrag geleistet. Vor allem aber möchte ich meine Liebe zur chinesischen Kultur und meine Dankbarkeit gegenüber allen Lehrenden des Konfuzius-Instituts zum Ausdruck bringen, die ihr Bestes getan haben und weiterhin tun, um mich zu inspirieren. Wie Konfuzius im Analekten des Konfuzius, Liren sagte: „Wer inneren Wert hat, bleibt nicht allein; er findet sicher Freunde.“


Auch wenn die Jahre wie im Flug vergehen, freue ich mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen, meinen Freundinnen und Freunden zu gehen!



文章选自《孔子学院》中德文对照版2024年6月·总第58期63-65页


Text / 文: Helen A. Bergen 海伦

Aus dem Chinesischen / 德文翻译: Hannah Luftensteiner 安明

Zusammenstellung / 排版: Li Zhoulin 李周林

Korrekturlesen / 发布审校: Yang Qingfang 杨庆芳




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