《孔院杂志》· 报道:内蒙古的神奇之“路”——选自《孔子学院》中德文对照版
2025-03-13
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在内蒙古这片广袤的土地上,众多的公路将辽阔的草原、广袤的沙漠、茂密的森林和独特的地质景观连接在一起,内蒙古也因此被人们誉为“自驾爱好者的天堂”。这些公路或蜿蜒于祖国的边境线上,或现身于茫茫的草原中,或穿梭于起伏的林海间。其实,除了这些沿途风景如画的路,内蒙古还有其他的“路”值得我们去关注。
黄沙中的“希望之路”
内蒙古地处北半球中纬度内陆地区,地理环境以半干旱和干旱地区为主。由于自然气候使然和历史上过度开垦与放牧,内蒙古一度成为我国荒漠化和土地沙化问题较为严重的地区,这使得许多世代居住于此的农牧民不得不离开往日生活的家园。内蒙古自治区成立后不久,人们便开展了持续的防沙治沙工作。经过七十多年的奋斗,内蒙古终于创造了“绿进沙退”的奇迹,森林覆盖率和草原综合植被覆盖度显著提高,荒漠化和沙化的土地面积大幅减少,在中国北疆构筑起一道绵亘万里的绿色长城。
从“沙进人退”到“绿进沙退”,一代代内蒙古人在多年防沙治沙的实践中,不断探索出各种治沙之路,其中赤峰市首创的“以路治沙”模式,更是独放异彩。
几十年来,防止沙漠化的努力终于见效。像库布其沙漠中的这条新建公路,为改善环境起到了重要作用。
Jahrzehnte hat es gedauert, die Wüstenbildung zu stoppen. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten neugebaute Straßen wie diese in der Kubuqi Wüste der Inneren Mongolei.
1998年,内蒙古第一条穿沙公路全线贯通;2017年,全球穿越沙漠路线最长的高速公路全线通车;2021年,内蒙古最长的沥青混凝土穿沙公路完成施工,实现通车。仅在赤峰市翁牛特旗,20年间就先后开通了五横八纵13条穿沙公路,总里程近400公里。这些穿沙公路将沙漠沙地分割成了多个生态治理区,这不仅为治沙物资和治理人员进入沙漠腹地提供了方便,也为沙区群众与外界的联系打开了通道,为当地的发展注入新的活力。
作为治沙的一大创举,“以路治沙”记录和见证了内蒙古人民“战黄沙”“锁黄龙”的智慧和勇气。到2025年,内蒙古计划建成“四横十二纵”交通运输网络,在黄沙中修筑希望之路,将一张张蓝图变为活生生的现实。
致富的“四好农村路”
回忆以往的道路状况,鄂尔多斯市牧民敖其尔说:“那时我们生活在沙漠深处,几乎没有吃过新鲜蔬菜,到镇上采购生活用品需要骑骆驼,而且道路难觅。之前走过的路,隔夜便被风沙吹得不见踪影,回家全凭感觉找方向。”
公路修建前,骆驼是当地人主要的交通运输工具。那时,与外界联系非常不容易,适龄儿童上学难,人们生病不能及时得到医治,现代科技带来的便捷生活对他们来说遥不可及。2014年以来,内蒙古自治区政府把“农村公路建好、管好、护好、运营好”作为改变生态环境的重大举措。经过多年努力,“四好农村路”建设取得了显著成就。
目前,在曾长期饱受风沙之虐的鄂尔多斯市,农村牧区公路通车里程已超过两万公里。2022年1月,鄂尔多斯市成为西北地区首批“四好农村路”建设市级突出单位之一。
道路通,百业兴。“风起明沙到处流,沙压房子人搬走,沙蓬窝窝沙葱菜,养活一代又一代。”歌谣的内容是当地人过去生活的真实写照。现在,随着“四好农村路”建设工程的逐步推进,人们的生产和生活方式发生了巨大的变化。
随着沙漠绿化工程取得成效,再加上公路建设大幅提升了基础设施,许多农民纷纷返回家乡,重新开始生活。
Seit die Projekte zur erneuten Begrünung der Wüste Früchte tragen und mit dem Straßenbau die Infrastruktur deutlich verbessert wurde, kehren auch viele Bauern und Bäuerinnen in die Region zurück.
牧民乌尼尔道格陶在沙漠里生活了四十多年,从没想到自己能过上和城里人一样的生活。住新房,拿工资,享受企业分红,他的身份从单一的牧民变得多元化。他将自己的“荒沙废地”使用权入股企业,从而成了股东,每年可以得到稳定的分红收益;他种树种草种药材,参与沙漠治理,每个月有六七千元的劳务收入;作为菜农,他在搭建的半亩大棚中种植蔬菜;作为牧民,他在标准化棚圈中饲养牛羊;闲暇时,他到七星湖旅游景区,通过为游客牵马、拉骆驼挣钱。在村里,像他这样的人还有很多很多。
“四好农村路”也催生了旅游,路两旁的旅游资源成为当地经济新的增长点,帮助牧民走上致富之路。
联结国际的“商贸之路”
内蒙古的地理位置特殊,“草原丝绸之路”穿越蒙古高原,成为我国与中亚、西亚乃至地中海地区和欧洲进行商贸往来的重要通道。
17世纪中后期,“万里茶道”这条重要的商贸路线应运而生,成为清代中国与沙俄之间交往的桥梁。茶道途经两百多座城镇,充分见证了沿线各地因茶叶、棉布、丝绸、瓷器贸易而盛衰变迁的发展历史。
如今,内蒙古已成为联通内外、辐射周边的全域开放平台——在充分发挥地域优势的同时,努力发掘自身创新能力、发展国内市场,同时也积极探索与周边国家的合作模式,拓展国际市场。古老的“草原丝绸之路”和“万里茶道”从此焕发新的活力。
目前,内蒙古共有陆路口岸14个,承担了90%以上的中蒙陆路运输、65%以上的中俄陆路运输,中欧班列过境数约占全国总数的40%,主要承担煤炭、化肥和铜矿砂等重要物资的进出口运输。在满洲里和二连浩特等主要口岸,满载生活用品和能源物资的集装箱大货车频繁来往。这些以跨境物流为主的国际运输通道,进一步加强了亚太和欧洲两大经济圈之间的联系。
无数人心中梦想着自驾来内蒙古看“天苍苍,野茫茫,风吹草低见牛羊”的自然美景,如今已成为现实,而内蒙古人民同样也实现了“走出沙漠看世界”的梦想。
Auf dem weiten Land der Inneren Mongolei verbinden zahlreiche Straßen die ausgedehnten Graslandschaften, weitläufigen Wüsten, dichten Wälder und einzigartigen geologischen Landschaften. Die Innere Mongolei wird daher oft als „Paradies für Roadtrips“ bezeichnet. Diese Straßen schlängeln sich entlang der Grenzen des Landes, durchqueren die endlosen Graslandschaften oder durchschneiden das hügelige Meer der Wälder. Doch abgesehen von diesen malerischen Routen gibt es in der Inneren Mongolei noch weitere „Straßen“, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.
Die „Straße der Hoffnung“ inmitten der Sanddünen
Die Innere Mongolei liegt im Binnenland der mittleren Breiten der nördlichen Halbkugel, deren geografische Umgebung überwiegend von semi-ariden und ariden Regionen geprägt ist, also von Trocken- oder Wüstenklima. Aufgrund des regionalen Klimas sowie der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung und Überweidung in der Vergangenheit, zählte die Innere Mongolei zeitweise zu einer der Region Chinas, die stark von Wüstenbildung und Bodendegradierung betroffen war. Dies zwang viele seit Generationen hier ansässige Bauern und Bäuerinnen und Viehhirt:innen, ihre Heimat zu verlassen. Kurz nach der Gründung der Autonomen Region Innere Mongolei 1947 begannen die Menschen mit der Bekämpfung der Wüstenbildung. Nach über siebzig Jahren harter Arbeit gelang es der Inneren Mongolei, die Wüste zurückzudrängen und das Grün erneut auszubreiten. Dadurch stieg die Wald- und Vegetationsbedeckung erheblich an, und die Fläche der Wüsten- und Sandgebiete ging deutlich zurück, sodass sich eine „grüne Mauer“ entlang des nördlichen Randes Chinas zu erstrecken begann.
Von der Zeit, als die Wüste vordrang und die Menschen weichen mussten, bis hin zum grünen Vorstoß, der die Wüste zurückzudrängen begann, haben Generationen von Menschen in der Inneren Mongolei verschiedene Methoden der Wüstenbekämpfung entwickelt. Besonders hervorzuheben ist das in der Stadt Chifeng eingeführte Modell „Mit Straßen die Wüste bekämpfen“.
1998 wurde die erste Straße durch die Wüste der Inneren Mongolei fertiggestellt; 2017 wurde die weltweit längste Wüstenautobahn mit 930 Kilometern vollständig in Betrieb genommen; 2021 wurde der Bau der längsten Asphaltstraße durch die Wüste in der Inneren Mongolei abgeschlossen und für den Verkehr freigegeben. Allein im Ongniud-Banner in Chifeng wurden innerhalb von zwanzig Jahren fünf horizontale und acht vertikale Straßen durch die Wüste gebaut, mit einer Gesamtlänge von fast 400 Kilometern. Diese Straßen teilten die Wüstenflächen in mehrere ökologische Kontrollzonen, was den Transport von Materialien und den Zugang für die Bevölkerung zur Wüstenmitte erleichterte. Zudem ermöglichten sie der Wüstenregionen eine Verbindung zur Außenwelt und brachten frischen Wind für die Entwicklung der Region.
Das Konzept, mit Straßen die Wüste zu bekämpfen, ist eine große Innovation im Kampf gegen die Wüstenbildung. Die „Bändigung des Sanddrachens“ spiegelt die Entschlossenheit und den Einfallsreichtum der Menschen in der Inneren Mongolei wider. Bis 2025 plant die Innere Mongolei den Bau eines Verkehrsnetzes mit vier horizontalen und zwölf vertikalen Verbindungen, um diese Pläne in die Realität zu führen und inmitten der Wüste „Straßen der Hoffnung“ zu schaffen.
Die „Vier-Gut-Straßen“ zum Wohlstand
Der Hirte Ao Qi’er aus Ordos erinnert sich: „Damals lebten wir tief in der Wüste, frisches Gemüse war kaum zu bekommen. Für den Einkauf von Lebensmitteln mussten wir auf Kamelen reiten, und die Straßen waren schwer zu finden. Die Wege, die wir am Tag zuvor gegangen waren, wurden über Nacht vom Wind verweht, sodass wir uns bei der Rückkehr nur noch auf unser Gefühl verlassen konnten.“
Vor dem Bau der Straßen waren Kamele das Haupttransportmittel der Menschen vor Ort. Der Kontakt zur Außenwelt war äußerst schwierig, Kinder konnten kaum zur Schule gehen, und Menschen erhielten bei Krankheit keine rechtzeitige medizinische Versorgung. Das komfortable Leben, das moderne Technologien mit sich bringen, schien für in dieser Abgeschiedenheit unerreichbar. Seit 2014 betrachtet die Regierung der Inneren Mongolei den Bau und die Verwaltung von „Vier-Gut-Straßen“ als wichtige Maßnahme zur Verbesserung der ökologischen Situation, das heißt: „gut bauen, gut verwalten, gut schützen, gut betreiben“. Durch jahrelange Bemühungen hat der Bau der „Vier-Gut-Straßen“ bedeutende Erfolge erzielt.
In Ordos, einer Region, die lange unter Sandstürmen litt, haben ländliche Straßen und Wege in Weidegebieten inzwischen eine Gesamtlänge von über 20.000 Kilometern erreicht. Im Januar 2022 wurde Ordos als eine der ersten Städte im Nordwesten Chinas für den Bau der „Vier-Gut-Straßen“ ausgezeichnet.
Dort, wo die Straßen offen sind, blüht der Wohlstand. „Der Wind trieb den Sand, bedeckte die Häuser und zwang die Menschen zum Fortziehen. Gedämpftes Brot und wilde Zwiebeln ernährten Generationen, die in der kargen Einöde überlebten.“ Diese Verse spiegeln das frühere Leben der Menschen wider. Doch mit dem schrittweisen Ausbau der „Vier-Gut-Straßen“ haben sich Produktion und Lebensweise der Menschen drastisch verändert.
Der Hirte Unier Daogetao lebt seit über vierzig Jahren in der Wüste und hätte nie gedacht, dass er eines Tages wie ein Stadtbewohner leben würde. Er wohnt in einem neuen Haus, verdient ein Gehalt, erhält Dividenden von Unternehmen – sein Leben hat sich von dem eines einfachen Hirten zu einem in vielfältigen Rollen gewandelt. Durch den Eintrag der Nutzungsrechte für seine „öde Sandwüste“ in ein Unternehmen ist er jetzt Aktionär und erhält jedes Jahr verlässliche Dividenden. Er pflanzt Bäume, Gras und Heilpflanzen an und arbeitet aktiv an der Wüstenbekämpfung, wodurch er monatlich 6.000 bis 7.000 Yuan verdient. Außerdem baut er Gemüse in einem halben Mu großen Gewächshaus an (ein halbes Mu entspricht etwa 333,33 m²) und hält Vieh in einem standardisierten Stall. In seiner Freizeit verdient er als Pferde- und Kamelhalter im Tourismusgebiet Qixinghu (Sieben-Sterne-See) zusätzliches Einkommen. In seinem Dorf gibt es zahlreiche Menschen, deren Leben sich ähnlich entwickelt hat.
Die „Vier-Gut-Straßen“ haben auch den Tourismus gefördert. Die touristischen Ressourcen entlang der Straßen sind zu einem neuen Wachstumspunkt der lokalen Wirtschaft geworden und helfen den Hirten, den Weg zum Wohlstand zu beschreiten.
Die internationale „Handelsstraße“
Die Innere Mongolei hat eine besondere geografische Lage. Die „Grasland-Seidenstraße“ durchquert das Mongolische Plateau und ist ein wichtiger Korridor für den Handel zwischen China und Zentralasien, Westasien, dem Mittelmeerraum und Europa.
Mitte des 17. Jahrhunderts entstand die wichtige Handelsroute namens „Teestraße“, die in der Qing-Dynastie eine Brücke für den Austausch zwischen China und Russland darstellte. Die Teestraße führte durch über zweihundert Städte und zeugte vom Aufstieg und Fall der Städte entlang der Route, die vom Handel mit Tee, Baumwollstoff, Seide und Porzellan lebten.
Heute hat sich die Innere Mongolei zu einer offenen Plattform entwickelt, die Verbindungen innerhalb und außerhalb des Landes sowie zu den umliegenden Regionen fördert. Während die geografischen Vorteile umfänglich genutzt werden, arbeitet die Region daran, ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern, den Binnenmarkt zu entwickeln und neue Kooperationsmöglichkeiten mit Nachbarländern zu erkunden. So erhalten die alte „Grasland-Seidenstraße“ und der „Teestraße“ neues Leben.
Die Innere Mongolei verfügt derzeit über 14 Grenzübergänge, die über 90 Prozent des Landtransports zwischen China und der Mongolei sowie über 65 Prozent des Landtransports zwischen China und Russland abwickeln. Rund 40 Prozent aller Güterzüge zwischen China und Europa passieren die Region, vor allem Kohle, Dünger und Kupfererz. An den Hauptgrenzübergängen Manjur und Erenhot passieren regelmäßig Lastwagen, die mit Konsumgütern und Energierohstoffen beladen sind. Diese internationalen Transportkorridore des grenzüberschreitenden Güterverkehrs stärken die Verbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Asien-Pazifik und Europa.
Viele träumen davon, mit dem Auto in die Innere Mongolei zu reisen und die natürliche Schönheit von „grauem Himmel, vager Wildnis, den wehenden Winden, dem sich tief neigenden Gras und umherziehenden Vieh“ zu erleben – und dieser Traum ist nun Realität geworden. Gleichzeitig haben auch die Menschen in der Inneren Mongolei ihren Traum verwirklicht, „aus der Wüste hinaus in die Welt zu blicken“.




