致敬生命:云南亚洲象北上南归全景纪实——选自《孔子学院》中德文对照版
2025-10-31
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2020年3月,一群长期栖息在云南省西双版纳州国家级自然保护区的野生亚洲象开始北移。2021年5月27日,其中的15头亚洲象进入玉溪峨山县城,引发全球关注。
为确保人象平安,云南省政府迅速部署,自2021年5月27日至9月19日,云南省森林消防总队先后出动59名工作人员、8台车、16架无人机、6部红外夜视仪及全要素通信装备器材,24小时全天候守护象群116天,机动里程达16595公里。在这期间,工作人员通过无人机实时监测象群动态,及时引导象群避开人口密集区,并采取多种措施保障象群的食物和水源供应。
缘起:“短鼻家族”为何旅行
2020年3月,一队亚洲象离开西双版纳勐养子保护区,开始了它们的“北漂”之旅,一路经过普洱市思茅区、宁洱县等地。在这一过程中,象群还增添了一头幼崽。然而,它们离开原本环境和食物都比较适宜的栖息地,向北前往气候更凉、食物相对较少的区域,这一行为引发了诸多疑问。
据国家林业和草原局及云南省林业和草原局监测数据显示,我国亚洲象种群数量在过去30年间实现了显著增长。从1995年至今,亚洲象数量从150头左右增长至300多头。在此次亚洲象北移事件中,象群所经过的区域植物多样性丰富,森林成带成片,生态环境良好,为象群迁移提供了安全的通道和舒适的停歇空间。
国家林业和草原局亚洲象研究中心主任陈飞指出,亚洲象迁移有助于象群寻找新的觅食地、资源和栖息地,有利于象群种群间的基因流动及在不断变化的环境中维持生存。然而,中国野生动物保护协会教授严旬认为,本次象群北移并非典型的迁移行为。野生动物迁徙通常有两种情况:一种是周期性地从一个地方转移到另一个地方;另一种是集群移动以寻找更多食物或完成繁衍。此次象群的迁移并不符合这些特征,更像是一次突发性事件。
这表明,人们对亚洲象及其栖息地的理解仍不充分。今后,亚洲象的迁移事件可能还会发生。政府部门和专家学者需要结合物种行为、迁移特性、种群扩张、新迁移地探索等多方面因素进行综合分析,寻找更为科学合理的治理措施。这不仅有助于应对环境保护和承载量之间的矛盾,也能更好地应对环境气候变化与生物习性改变之间的矛盾。
偏宠:“把大象当宠物养”
看着在院子里酣睡的小象,当地村民一边收拾被象群弄得一片狼藉的院落,一边自我解嘲地说:“别看我们云南地处偏远,但我们早就把大象当宠物来养了。”易门县十街乡村民也对我们说:“小象像孩子一样,贪吃点没什么大不了的。我们的庄稼被吃掉了,明年还可以再种;但如果大象没了,可就再也找不回来了。”
在绿水青山之间,象群所到之处,当地百姓都悄然避让。无论是亲历的村民,还是围观的网民,大家都对大象表现出极大的爱护与宽容。沿途企业在亚洲象经过时,主动关灯停产,保持静默,避免惊扰它们。还有的村民担心大象吃不饱,主动联系当地政府,捐出自己种植的玉米,希望大象们一路不缺吃喝,安全回家。在一个农庄里,大象竟然用鼻子拧开了水龙头,然后排队喝水。大象家族休息时,总有几只大象站岗守卫,警惕地守护着同伴。
挑战:“追象人”不好拿捏的尺度
对于森林消防员来说,首次执行生态应急事件处置任务充满了挑战。他们必须迅速掌握一种微妙的平衡:既要避免与象群直接接触,又要科学、安全地监测象群动态。
云南森林消防总队野生亚洲象搜寻监测分队在接到任务后,面临的第一个挑战是迅速了解野生亚洲象的生态习性。为此,队员们积极向专家请教,查阅大量资料,并在野外进行细致观察。此外,所有参与任务的队员迅速掌握了无人机、红外夜视仪等先进装备的操作技能。由于象群奔跑速度快且性情暴躁,近距离地面监测存在巨大风险,因此队员们主要依靠无人机进行空中监测。
白天,大象通常在密林中休息,植被茂密使得地面监测难度极大,队员们通过降低飞行高度、调节传感器焦距等方式,努力追踪象群踪迹。夜间,象群活动更加频繁,通常会在晚上出来觅食。雨天给监测行动带来更大困难,无人机等监测设备由于气候因素无法正常使用,监测员们只能冒雨进入林区,徒步翻山越岭,通过象群留下的脚印、折断的树枝和粪便等线索,确定象群的移动方向。
2021年8月8日晚8时,在监测队员无人机的护送下,“短鼻家族”顺利通过元江大桥,安全返回栖息地,这也标志着这群出游的大象终于平安到家。
萌趣:全球共赏大象“公路片”
在一路的迁徙中,象群仿佛在享受一场奇妙的旅行,途中发现了许多乐趣。无人机记录下了许多可爱又有趣的瞬间:大象用鼻子戴上草帽、在泥巴里嬉戏、甚至滑下山坡……这些画面生动而温馨。当遇到炎热的天气,大象们会用它们长长的鼻子抓起一把泥土或几根树枝,用力甩到背上,给自己“戴上”草帽,既能降温防晒,又能防止蚊虫叮咬。当发现泥巴塘时,象群更是兴奋不已,它们排着队,三三两两地在泥塘中嬉戏打闹,累了就直接躺下,享受泥巴浴的惬意时光。特别是当小象累了,窝在林间酣睡的画面被无人机捕捉到后,瞬间传遍全球,触动了无数人的心。
中国野生动物保护事业所取得的成就,通过这次事件以一种生动温情的方式被广泛传播,并受到美国、英国、法国、韩国等多国媒体的高度关注。中国生态环境的整体改善、政府与民众对野生动物的关爱,以及在此次事件中迅速而有效的保护措施,向国际社会展示了一个充满爱心、富有温情的中国形象。这次“野象北移南归”事件,不仅成为中国促进人与自然和谐共生、人与动物和谐相处的生动范例,也为全球野生动物保护工作提供了“中国方案”。
Im März 2020 begann eine Gruppe wildlebender Asiatischer Elefanten, die seit Langem im nationalen Naturschutzgebiet von Xishuangbanna in der Provinz Yunnan heimisch war, nach Norden zu ziehen. Am 27. Mai 2021 erreichten 15 dieser Elefanten den Kreis Eshan in der Stadt Yuxi – ein Ereignis, das weltweites Aufsehen erregte.
Um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten, reagierte die Regierung der Provinz Yunnan prompt. Vom 27. Mai bis zum 19. September 2021 stellte die zentrale Einheit für Waldbrandbekämpfung 59 Einsatzkräfte, 8 Fahrzeuge, 16 Drohnen, 6 Infrarot-Nachtsichtgeräte und umfassende Kommunikationsausrüstung bereit. Über 116 Tage hinweg wurden die Elefanten rund um die Uhr begleitet, geschützt und schließlich in ihre Heimat zurückgeleitet – auf einer Gesamtstrecke von 16.595 Kilometern. Per Drohne wurde das Verhalten der Tiere in Echtzeit überwacht, ihre Wege wurden gezielt von dicht besiedelten Gebieten weggeleitet und es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung der Tiere mit Nahrung und Wasser sicherzustellen.
Der Ausgangspunkt: Warum zog die „Kurzrüsselfamilie“ los?
Anmerkung: „Kurzrüsselfamilie“ ist ein Spitzname für diese asiatische Elefantenherde – benannt nach einem weiblichen Jungtier mit angeborenem verkürztem Rüssel, das in der Gruppe besonders auffiel. Im Chinesischen steht der Ausdruck „kurze Nase“ zugleich metaphorisch für eine liebevolle, familiäre Beziehung.
Im März 2020 verließ eine Gruppe Asiatischer Elefanten das Mengyang-Naturreservat in Xishuangbanna und machte sich auf den Weg Richtung Norden, wobei sie den Bezirk Simao und den Kreis Ning’er in der Stadt Pu’er durchquerte. Unterwegs wurde sogar ein Elefantenbaby geboren. Doch warum verließen sie ihren vertrauten Lebensraum mit günstigen klimatischen Bedingungen und reichlich Nahrung, um sich in kühlere Regionen mit knapperen Ressourcen zu begeben? Diese Frage gab vielen Rätsel auf.
Nach Angaben der nationalen Forstverwaltung und des Forst- und Graslandamtes der Provinz Yunnan hat die Population der Asiatischen Elefanten in China in den letzten dreißig Jahren stark zugenommen. Seit dem Jahr 1995 ist die Zahl von etwa 150 auf über 300 Tiere gestiegen. Die Route der Elefanten bei ihrer Wanderung nach Norden führte durch Regionen mit hoher Biodiversität, zusammenhängenden Wäldern und einer günstigen ökologischen Umgebung, die ihnen sichere Korridore und angenehme Rastplätze boten.
Laut Chen Fei, Direktor des Forschungszentrums für Asiatische Elefanten bei der Nationalen Forst- und Graslandbehörde, dient das Wandern der Tiere dazu, neue Futterquellen, Ressourcen und Lebensräume zu erschließen und den genetischen Austausch zwischen Populationen zu fördern. Dies helfe den Tieren, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen. Professor Yan Xun von der China Wildlife Conservation Association (CWCA) hingegen sieht die Wanderung nicht als typische Migration: Diese verlaufe üblicherweise entweder in regelmäßigen Abständen oder zielgerichtet in Gruppen zur Futtersuche oder Fortpflanzung. Die vorliegende Wanderung entspreche diesen Merkmalen nicht und es handle sich um ein plötzliches Ereignis.
Dies verdeutlicht: Das Wissen über die Asiatischen Elefanten und ihre Lebensräume ist nach wie vor lückenhaft. Auch in Zukunft können sich Wanderungen Asiatischer Elefanten ereignen. Regierungsstellen, Experten und Wissenschaftler müssen in ihrer Analyse verschiedene Faktoren wie etwa Verhaltensmuster, Wanderungsmerkmale, Populationsdynamik und die Erkundung neuer Wanderungsgebiete miteinander kombinieren, um tragfähige und wissenschaftlich fundierte Schutzmaßnahmen entwickeln zu können. Dies trägt nicht nur dazu bei, den Widerspruch zwischen Umweltschutz und ökologischer Tragfähigkeit besser zu bewältigen, sondern erleichtert auch den Umgang mit den Spannungen zwischen klimatischen Veränderungen und der Anpassung tierischer Lebensgewohnheiten.
Eine Region zeigt Herz: „Wir behandeln die Elefanten wie Haustiere“
Beim Anblick eines friedlich vor sich hinschlummernden Elefantenkindes im Innenhof eines Hauses bemerkten die Bewohner während des Aufräumens der von der Elefantenherde durchwühlten Umgebung mit einem Augenzwinkern: „Unterschätzt nicht das abgelegene Yunnan – wir halten hier sogar Elefanten als Haustiere, und das schon seit langem.“ Ähnliche Stimmen kamen auch aus dem Dorf Shijie im Kreis Yimen: „Ein Babyelefant ist wie ein naschhaftes Kind – ein bisschen gefräßig, aber nicht schlimm. Wenn unsere Ernte aufgefressen wird, dann können wir sie im nächsten Jahr wieder anpflanzen. Aber wenn es keine Elefanten mehr gäbe, wären sie für immer verloren.“
Wo auch immer die Herde inmitten der grünen Berge und des klaren Wassers vorüberzog, wichen die Menschen mit stillem Respekt zur Seite. Ob betroffene Dorfbewohner oder neugierige Internetnutzer – allen war eine bemerkenswerte Zuneigung und Toleranz für die Tiere gemeinsam. Betriebe schalteten bei der Annäherung der Elefanten freiwillig die Lichter aus und stellten ihre Produktion ein, um sie nicht zu stören. Manche Dorfbewohner sorgten sich, dass die Elefanten nicht genug zu fressen bekommen, und kontaktierten eigeninitiativ die örtlichen Behörden. Sie spendeten ihren selbst angebauten Mais in der Hoffnung, dass die Elefanten unterwegs ausreichend Nahrung finden und sicher zurückkehren. Auf einem Bauernhof drehten die Elefanten mit ihren Rüsseln den Wasserhahn auf – und die ganze Herde reihte sich zum Trinken ein. Während sich die Elefantenfamilie ausruhte, standen stets einige Tiere Wache und beschützten ihre Artgenossen wachsam.
Die Herausforderung: Das feine Maß der „Elefantenwächter“
Für die Einsatzkräfte der Waldbrandbekämpfung war dieser erste Einsatz zur Bewältigung eines ökologischen Notfalls eine große Herausforderung. Sie mussten schnell eine heikle Balance finden: einerseits direkten Kontakt mit den Elefantenherden vermeiden, andererseits deren Bewegungen wissenschaftlich fundiert und sicher überwachen.
Das Such- und Überwachungsteam für wilde Asiatische Elefanten der zentralen Einheit zur Waldbrandbekämpfung der Provinz Yunnan sah sich nach der Auftragserteilung vor der anspruchsvollen Aufgabe, sich rasch mit den ökologischen Verhaltensweisen der Elefanten vertraut zu machen. Dazu suchten die Einsatzkräfte den engen Austausch mit Fachleuten, werteten umfangreiche Fachliteratur aus und führten akribische Feldbeobachtungen durch.
Parallel eigneten sich alle an der Mission beteiligten Personen zügig den Umgang mit moderner Technik wie Drohnen und Infrarot-Nachtsichtgeräten an. Aufgrund der hohen Laufgeschwindigkeit und des ungestümen Temperaments der Elefanten birgt eine bodennahe Überwachung erhebliche Gefahren. Daher erfolgte die Beobachtung hauptsächlich aus der Luft mithilfe von Drohnen.
Tagsüber ruhten sich die Elefanten meist im dichten Wald aus – die üppige Vegetation erschwerte die Beobachtung vom Boden erheblich. Um die Spur der Herde dennoch verfolgen zu können, verringerten die Einsatzkräfte die Flughöhe ihrer Drohnen und passten den Fokus der Sensoren an. Nachts hingegen waren die Tiere deutlich aktiver und begaben sich gewöhnlich auf Nahrungssuche. Regentage stellten die Überwachung vor zusätzliche Herausforderungen: Drohnen und andere Überwachungsgeräte lassen sich bei ungünstigen Witterungsbedingungen oft nicht einsetzen. In solchen Fällen mussten sich die Beobachter ins Waldgebiet wagen und zu Fuß über Berge und durch dichtes Gelände gehen, um anhand von Spuren wie Fußabdrücken, abgebrochenen Ästen und Dung die Zugrichtung der Elefantenherde zu bestimmen.
Am Abend des 8. August 2021, exakt um 20 Uhr, überquerte die „Kurzrüsselfamilie“ unter Drohnenschutz sicher die Yuanjiang-Brücke – und kehrte unversehrt in ihr angestammtes Lebensgebiet zurück – ein Zeichen dafür, dass die wanderfreudige Elefantengruppe nun endlich wohlbehalten zu Hause angekommen war.
Rührende Momente: Weltweites Staunen über das „Elefanten-Roadmovie“
Auf ihrer langen Wanderung schien die Elefantenherde eine wundersame Reise zu genießen – unterwegs entdeckten die Tiere immer wieder kleine Freuden des Lebens. Die Drohnen hielten zahlreiche liebenswerte und amüsante Momente fest: Elefanten, die sich mit dem Rüssel Strohhüte aufsetzen, ausgelassen im Matsch spielen oder sogar fröhlich einen Hang hinunterrutschen … Die Aufnahmen wirken lebendig und herzerwärmend. Bei großer Hitze griffen die Elefanten mit ihrem langen Rüssel nach etwas Erde oder ein paar Zweigen und warfen sie kraftvoll auf den Rücken – so setzten sie sich gewissermaßen eine Art „Sonnenhut“ auf: Das kühlt, schützt vor Sonne und beugt Mückenstichen vor. Wenn sie eine Schlammpfütze entdeckten, war die Freude groß: In kleinen Gruppen oder hintereinander reihten sich die Tiere auf und tollten vergnügt im Matsch herum. Wer müde wurde, ließ sich einfach ins kühle Nass fallen und genoss ein entspanntes Schlammbad. Besonders die von einer Drohne eingefangene Aufnahme eines erschöpften kleinen Elefanten, der sich im Wald zusammengerollt zum Schlafen niederließ, verbreitete sich in Windeseile rund um den Globus und berührte die Herzen unzähliger Menschen.
Die Errungenschaften des chinesischen Wildtierschutzes wurden durch dieses Ereignis auf lebendige und berührende Weise einem breiten Publikum vermittelt und fanden große Beachtung in den Medien zahlreicher Länder, darunter in den USA, in Großbritannien, Frankreich und Südkorea. Die Reise der wilden Elefanten – ihr Weg nach Norden und ihre sichere Rückkehr nach Süden wurde damit nicht nur zu einem anschaulichen Beispiel für Chinas Bestreben, ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur sowie Mensch und Tier zu fördern, sondern lieferte auch einen chinesischen Ansatz für den weltweiten Schutz der Wildtiere.
