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《孔院杂志》· 文化:神秘的“鱼皮部落” 赫哲族——选自《孔子学院》中德文对照版

2025-03-30

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“乌苏里江来长又长,

蓝蓝的江水起波浪,

赫哲人撒开千张网,

船儿满江鱼满舱。”


„Der Ussuri-Fluss zieht sich endlos lang, 

die blauen Wellen tanzen sanft entlang. 

Die Hezhe werfen ihre Netze weit, 

füllen Boote und Kammern zur gleichen Zeit.“



一曲动听的《乌苏里船歌》让我们认识了鱼产丰富的乌苏里江和勇敢勤劳的赫哲族人,也让我们感受到了赫哲族人对待生活的热情。曾经的赫哲族人以捕鱼为生,千百年过去了,这个神秘的民族有了哪些变化呢?



赫哲族是中国人口最少的少数民族之一,他们世代居住在黑龙江、乌苏里江和松花江交汇而成的三江平原地区,是北方唯一一个以捕鱼狩猎为生的民族,所以也被称为“鱼皮部落”



以鱼为食·生存与创造


从前的赫哲族以渔猎为主要产业,所以赫哲族人的捕鱼技术非常高超。捕鱼的工具有钩、叉、网、船四种。冬季河水结冰,他们发明了“江面干钓”的方法:将结冰的江面凿开一个洞,把鱼竿伸进洞中,这样在冬季也能钓到鱼,更有一番别样的乐趣。


赫哲族人吃鱼的方法多样,细致讲究,一般会把鱼放在架子上烤或者将整条鱼蒸熟。



以鱼制衣·传承与创新


曾经的赫哲族物质条件匮乏,缺少制衣材料,于是睿智的赫哲族人将目光投到了鱼身上。脆弱的鱼皮经过反复的晾晒和揉搓以后会变得非常柔软,成为绝佳的制衣材料。用鱼皮制成的衣服结实耐穿、冬暖夏凉,深受赫哲族人的喜爱。


Fischhaut wurde früher vor allem für praktische Alltagskleidung verwendet, aber sie war auch Teil festlicher Schmuckobjekte.

鱼皮,曾是先民智慧的结晶,不仅被用于制作耐用的日常服饰,还作为节庆装饰的一部分


随着赫哲族人生活水平的不断提高,用于制衣的材料也有了更多选择,鱼皮衣面临失传的危险。在此情况下,国家级非物质文化遗产赫哲族鱼皮衣传承人尤文凤将这项手工艺继承了下来。她传承了母亲制作鱼皮衣的手艺,不仅为有需要的客人加工定制鱼皮衣,还利用村里空闲的房屋设计了一个鱼皮文化展示厅。


为了将这项技艺更好地传承下去,尤文凤打破了只传本族人的习俗,开始传授汉族学生鱼皮衣的制作工艺,并且不断进行创新和改进,使这项工艺更加具有生命力。闲暇时,她还会走进大学校园,为大学生们传授鱼皮衣的制作技巧。对有意学习这门技艺的人,她都倾囊相授并且分文不取。为了顺应时代的发展,继承了这项技艺的年轻人又从鱼皮衣特殊的款式和图案中获得灵感,将它们应用到旗袍和唐装的制作中。



以鱼作画·生活与艺术


走进黑龙江省同江市的赫哲族博物馆,一张巨幅鱼皮画吸引了大家的目光,这幅鱼皮画的背后是一个悠远的神话故事——天神造人。古时候,天神用泥和着海水捏了许多小人。后来天空下起了雨,天神担心会淋坏这些小人,就把他们放在一条大鱼的口中。等雨过天晴后,鱼嘴中的小人就有了生命,成了赫哲族的祖先。也许就是从这个时候开始,赫哲族就与鱼结下了不解之缘吧!


die Kopfbedeckungen der Hezhe-Frauen

赫哲族女性的头饰


过去的赫哲族人很贫穷,每逢新年,汉族人都会在自家窗户贴上窗花,赫哲族人非常羡慕,于是他们就将鱼皮烤干,在上面雕花,这就是最早的鱼皮画。现在的鱼皮画分为粘贴镂刻两种:粘贴的鱼皮画只需要先勾勒出初稿,再选用不同颜色的鱼皮贴上即可,相对比较简单;镂刻的鱼皮画则需要在鱼皮的背面进行刻画,比较复杂。国家级非物质文化遗产赫哲族鱼皮画传承人解永亮在鱼皮画的基础上又融入现代工艺,使这门古老的艺术焕发了新的生机。



赫哲族是一个极具生命力的民族,他们勤劳勇敢、不怕困难,面对恶劣的自然环境从不抱怨,反而十分感激大自然的馈赠。鱼皮衣和鱼皮画或许就是他们对大自然最真切的情感表达吧!


Dieses bezaubernde Lied, das Ussuri-Bootslied, entführt uns an den fischreichen Ussuri Fluss und lässt uns die tapferen und fleißigen Hezhe kennenlernen. Es vermittelt zugleich die Leidenschaft, mit der dieses Volk sein Leben gestaltet. Einst lebten die Hezhe vom Fischfang – doch wie hat sich dieses geheimnisvolle Volk über die Jahrhunderte verändert?


Die Hezhe gehören zu den kleinsten ethnischen Minderheiten Chinas. Sie leben seit Generationen in der Sanjiang-Ebene, die vom Zusammentreffen der Flüsse Heilongjiang, Ussuri und Songhua geprägt ist. Als einziges Volk im Norden Chinas, das traditionell vom Fischfang und der Jagd lebt, werden sie auch als „Fischhautvolk“ bezeichnet.


Fisch als Nahrung – Überleben und Kreativität


Die Hezhe waren seit jeher meisterhafte Fischer. Ihre Werkzeuge – Haken, Speere, Netze und Boote – sind perfekt an die Bedingungen der Flüsse angepasst. Besonders erfinderisch ist ihre Methode des „Eisangelfischens“ im Winter: Sie bohren Löcher in die zugefrorene Flussoberfläche, führen die Angelrute hinein und genießen den einzigartigen Reiz, selbst in der frostigen Jahreszeit Fische zu fangen.


Die Zubereitungsmethoden der Hezhe sind vielfältig und raffiniert. Fische werden oft über einem Gestell gegrillt oder im Ganzen gedämpft – einfache, aber schmackhafte Gerichte, die den natürlichen Geschmack bewahren.


Fischhautkleidung – Tradition und Innovation


Früher waren die Hezhe mit knappen Ressourcen konfrontiert, insbesondere bei der Kleidung. Doch sie fanden eine geniale Lösung: Die Haut der Fische. Nach sorgfältigem Trocknen und Weichklopfen wird sie geschmeidig und eignet sich hervorragend als Material für Kleidung. Fischhautkleidung ist robust, bequem und passt sich den Jahreszeiten an – warm im Winter, kühl im Sommer. Es überrascht nicht, dass sie einst eine essenzielle Rolle im Alltag der Hezhe spielte.


Zwar sind die Lebensbedingungen der Hezhe heute deutlich besser, aber moderne Materialien haben die Fischhautkleidung weitgehend verdrängt. Um dieses traditionelle Handwerk zu bewahren, das inzwischen zum nationalen immateriellen Kulturerbe zählt, hat You Wenfeng die Herstellung von der Fischhautkleidung wiederbelebt. Sie lernte die Technik von ihrer Mutter, fertigt maßgeschneiderte Stücke an und hat sogar ein kleines Museum für die Fischhautkultur in ihrem Dorf eingerichtet.


Um die Tradition zu bewahren, bricht You Wenfeng mit dem Brauch, das Wissen nur innerhalb der eigenen Volksgruppe weiterzugeben. Sie lehrt nun auch Han-Chinesen die Kunst der Fischhautverarbeitung, modernisiert die Techniken und integriert neue Elemente, um dem Handwerk neues Leben einzuhauchen. In ihrer Freizeit besucht sie Universitäten und gibt Workshops, in denen sie ihre Fertigkeiten kostenfrei weitergibt. Ganz zeitgemäß haben junge Leute sich von den besonderen Schnitten und Mustern der Fischhautgewänder inspirieren lassen und sie auf die Herstellung von Qipao-Kleidern und Tang-Anzügen übertragen.


Fischhautkunst – Zwischen Alltag und Kunst


Im Hezhe Museum der Stadt Tongjiang in der Provinz Heilongjiang zieht ein riesiges Fischhautgemälde die Aufmerksamkeit auf sich. Dieses Kunstwerk erzählt die alte Mythologie der Hezhe: Die Schöpfung der Menschen durch einen Himmelsgott. Einer Legende zufolge formte der Gott kleine Menschen aus Ton und Meerwasser. Als ein Regen drohte, diese Figuren zu zerstören, legte er sie in den Mund eines riesigen Fisches. Nach dem Regen erweckte der Gott die Figuren zum Leben – die Vorfahren der Hezhe waren geboren. Vielleicht stammt aus dieser Zeit die tiefe Verbindung der Hezhe zu den Fischen.


In früheren Zeiten, als die Hezhe noch in Armut lebten, bestaunten sie die kunstvollen Fensterbilder, die Han-Chinesen zu Neujahr anfertigten. Da sie keine Papierkunstwerke herstellen konnten, trockneten sie Fischhäute und schnitzten dekorative Muster hinein – so entstanden die ersten Fischhautbilder. Heute gibt es zwei Techniken: Das einfachere Zusammenfügen, bei dem bunte Fischhautstücke auf ein Grundgerüst geklebt werden, und die aufwendigere Gravur, bei der Motive auf der Rückseite der Fischhaut geschnitzt werden. Xie Yongliang, ein weiterer nationaler Erbe, hat moderne Elemente in diese alte Kunst integriert und ihr neue Vitalität verliehen.


Die Hezhe sind ein beeindruckendes Volk: Sie sind fleißig und mutig und unerschütterlich in ihrem Respekt vor der Natur. Ihre Fischhautkleidung und -kunst sind nicht nur Zeugnisse ihres Einfallsreichtums, sondern auch ein Ausdruck ihrer tief empfundenen Dankbarkeit gegenüber der Natur. Diese Traditionen stehen für eine kulturelle Lebendigkeit, die auch in der modernen Welt Bestand hat.



文章选自《孔子学院》中德文对照版2025年1月·总第59期34-39页


Text / 文: Song Yuchan 宋雨潺

Aus dem Chinesischen / 德文翻译: Martin Leutner 马丁

Zusammenstellung / 排版: Li Zhoulin 李周林

Korrekturlesen / 发布审校: Yang Qingfang 杨庆芳 








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