《孔院杂志》· 运输:中欧班列在甘肃——选自《孔子学院》中德文对照版
2025-06-06
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2000多年前,一支支满载丝绸、瓷器和茶叶等商品的驼队,穿越甘肃河西走廊,为亚欧各国的商品互通、文化交流带来了空前繁荣。今天,随着中国提出“一带一路”发展倡议,甘肃以其得天独厚的区位优势,再次成为连接亚欧大陆的战略通道,而“中欧班列”则成为连接这一通道的重要载体。
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|“钢铁驼队”在出发
在甘肃,提到“天马号”“兰州号”等中欧班列,人们会形象地称之为奔跑的“钢铁驼队”。它不仅带动了西北地区有色金属、化工原料等商品和特色农产品的外贸出口,还将“一带一路”沿线国家和地区的特色商品运回国内,给人们的生活带来更多的选择。目前,甘肃已开通运营中欧、中亚、南亚、西部陆海新通道以及中吉乌国际货运班列,形成了“四向五条”立体开放通道格局。
2014年12月,首列“天马号”装载40个集装箱约1200吨货物(包括本地农产品和来自宁波、连云港、无锡等地的机器设备、玩具、家电等商品),从甘肃武威南站出发,最终到达哈萨克斯坦阿拉木图,全程2646公里。“天马号”实行“属地申报,口岸验放”模式,进出口货物在武威保税物流中心进行“一次申报,一次查验,一次放行”,大大节省了运输时间。
甘肃的省会城市——兰州处于关键节点上,是“一带一路”上辐射西北、沟通西南、联接中西亚、联通东南亚的重要枢纽。2015年8月,首列以兰州命名的中欧班列“兰州号”从兰州新区始发,经过新疆阿拉山口出境,直达德国汉堡。据介绍,这条“兰州一汉堡”中欧班列国际铁路通道全长8961公里,运行时间约14天,主要运载数控机床、轮胎、对流式电暖气、焦宝石等商品。
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|“钢铁驼队”的诸多“首次”
中欧班列在甘肃还开创了多个“首次”。比如,2020年6月,国内首趟采用“铁路一公路一铁路”多式联运方式的中欧班列就在兰州始发,首先经铁路运至新疆喀什,再由公路自伊尔克什坦口岸出境至吉尔吉斯斯坦奥什,继而由铁路运抵乌兹别克斯坦首都塔什干,全程约7至10天。此次班列去程装载的是电器等商品,回程装载的是棉纱。这种借助不同地区的运输优势而采取的多种方式联合运输,通常可以比全程铁路运输节省5天左右的时间。
此外,借助数字技术的变革,兰州新区还开通了首个“数字班列”。“数字班列”基于云平台中的承运信息、海关数据、国际运输信息等内容,客户只需要设置起点与终点,系统便可以自动推荐多式联运最佳方案,包含水运、铁运、汽运的最优线路及费用,还可以在线实时追踪、查询货物运送情况。
2023年9月,兰州首家中欧班列进口商品(保税)店在兰州西站正式开业。该保税店的商品主要来自中欧班列途经的国家,如俄罗斯、比利时、土耳其、意大利、法国和德国,涵盖化妆品、母婴用品、居家日化、食品酒水、轻奢商品等十几个类别,共计超过1000种商品,且品质有保障。旅客在兰州西站乘坐火车的同时,也能享受到中欧班列带来的多样商品,轻松体验中欧班列的便利。
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|“钢铁驼队”的守护者
河西走廊“钢铁驼队”今日的辉煌,离不开背后很多人的默默付出。他们中既有不分昼夜辛苦奔驰的列车司机,也有勤勤恳恳守望引导的车站和海关工作人员。通常来说,一列跨越亚欧大陆的中欧班列要途经中国、俄罗斯、波兰、德国、法国,西班牙等多个国家,全程需要50多名司机的协同才能最终完成。在中国境内,列车每到一个铁路局管辖区域,就会更换一次司机。在境外,为确保列车始终由熟悉路况的司机驾驶,每到国境线就会更换司机。
此外,班列的顺利运行还面临着换轨的挑战。由于不同国家的列车轨道宽度不同,班列全程需要经历两次换轨:第一次是在中哈边境的多斯托克,货物会从标准轨列车调运到宽轨列车上,随后穿越哈萨克斯坦、俄罗斯和白俄罗斯;第二次换轨则是在白俄罗斯和波兰边境的布列斯特,货物再次从宽轨列车调运到标准轨列车上,继续驶向欧洲腹地。这些环节中的列车司机、车站工作人员和海关人员紧密合作,共同守护着这条重要的运输通道。
十年来,中欧班列已形成“连点成线、织线成网”的运输格局。奔跑在亚欧大陆上的中欧班列,不仅为中欧经济合作带来丰硕的成果,还促进中国与各国的文化交流。昔日河西走廊古道黄沙、驼铃悠扬,今日中欧班列穿山越桥,鸣笛万里。这条创造奇迹的运输路线,为世界经济发展注入了新的动力。
Vor über zweitausend Jahren durchquerten Karawanen den Hexi-Korridor in Gansu – beladen mit Seide, Porzellan, Tee und anderen Waren. Der Austausch von Waren und Kultur zwischen Asien und Europa führte zu einem nie dagewesenen Wohlstand. Heute, mit der Entwicklung der chinesischen Initiative der „Neuen Seidenstraße“, wird Gansu aufgrund seiner einzigartigen geografischen Lage erneut zu einem strategischen Knotenpunkt, der den eurasischen Kontinent verbindet. Der „Trans-Eurasia-Express“ ist dabei ein wichtiges Transportmittel, das diese Zusammenführung ermöglicht.
Aufbruch der „Stählernen Karawane“
In Gansu werden die zwischen China und Europa verkehrenden Züge wie der „Tianma-Express“ und der „Lanzhou-Express“ oft bildhaft als „stählerne Karawane“ bezeichnet. Diese Züge fördern nicht nur den Export von Gütern wie Nichteisenmetalle, chemische Rohstoffe und landwirtschaftliche Spezialprodukte aus der nordwestlichen Region Chinas, sondern bringen auch charakteristische Waren aus den Ländern und Regionen entlang der „Neuen Seidenstraße“ zurück nach China, und bieten den Menschen damit mehr Auswahl im täglichen Leben. Derzeit hat Gansu bereits internationale Güterzüge auf den Strecken nach Europa, Zentral- und Südasien sowie zum neuen „Land-Meer-Korridor“ im Westen in Betrieb genommen, der eine Verbindung der Provinzen im Westen Chinas mit den Ländern bis nach Südostasien herstellt. Auch Kirgisistan und Usbekistan sind in das Streckennetz eingebunden, womit insgesamt ein umfassendes, mehrdimensionales und offenes System von „vier Richtungen und fünf Routen“ etabliert wurde.
Im Dezember 2014 startete der erste „Tianma-Express“ mit 40 Containern und etwa 1.200 Tonnen Fracht (bestehend aus lokalen landwirtschaftlichen Produkten, Maschinen, Spielzeug, Haushaltsgeräten und anderen Waren aus Ningbo, Lianyungang und Wuxi und anderen Städten) vom Südbahnhof Wuwei in Gansu und erreichte nach einer Gesamtstrecke von 2.646 Kilometern schließlich Almaty in Kasachstan. Der „Tianma-Express“ folgt dem Modell „lokale Deklaration und Grenzübergangsprüfung“, bei dem die Import- und Exportgüter im Verbundlogistikzentrum Wuwei jeweils einmal deklariert, überprüft und freigegeben werden, was die Transportzeit erheblich verkürzt.
Lanzhou, Hauptstadt der Provinz Gansu, liegt an einem entscheidenden Knotenpunkt. Von diesem wichtigen Dreh- und Angelpunkt der „Neuen Seidenstraße“ wurde der Nordwesten Chinas erschlossen, die Verbindung mit dem Südwesten Chinas hergestellt und eine Verknüpfung mit Zentral-, West- und Südostasien geschaffen. Im August 2015 startete der erste nach der Hauptstadt der Provinz benannte „Lanzhou-Express“ der Linie. Abfahrtsort war Lanzhou-Neustadt, der Zug passierte den Grenzübergang Alashankou in Xinjiang und erreichte schließlich Hamburg. Die vom Zug zwischen Lanzhou und Hamburg zurückgelegte Strecke betrug insgesamt 8.961 Kilometer, für die Zugreise wurden etwa 14 Tage benötigt. Transportiert wurden auf der Strecke hauptsächlich Waren wie CNC-Werkzeugmaschinen, Reifen, Konvektionsheizungen und Feuersteinton.
Premieren der „Stählernen Karawane“
Die Züge des Trans-Eurasia-Express in Gansu haben darüber hinaus mehrere „Premieren“ geschaffen. Zum Beispiel startete im Juni 2020 in Lanzhou der erste Trans-Eurasia-Express, der die multimodale Transportmethode „Schiene-Straße-Schiene“ nutzte. Die Güter wurden zunächst per Eisenbahn nach Kaschgar in Xinjiang transportiert, dann per LKW über den Grenzübergang Irkeshtan nach Osch in Kirgisistan gebracht und schließlich wieder per Bahn in die usbekische Hauptstadt Taschkent befördert. Für die gesamte Strecke wurden etwa sieben bis zehn Tage benötigt. Transportiert wurden auf der Hinreise Waren wie Elektrogeräte und auf der Rückreise Baumwollgarn. Diese multimodale Transportmethode, die die Transportvorteile verschiedener Regionen nutzt, spart in der Regel etwa fünf Tage im Vergleich zum reinen Schienentransport.
Mit Hilfe des digitalen Wandels hat Lanzhou-Neustadt auch den ersten „digitalen Zug“ in Betrieb genommen. Der „digitale Zug“ basiert auf Frachtinformationen, Zolldaten und internationalen Transportinformationen in der Cloud-Plattform. Kund:innen müssen lediglich den Start- und Zielpunkt festlegen. Das System ist dann in der Lage, automatisch die beste multimodale Transportlösung vorzuschlagen, einschließlich der optimalen Routen und Kosten für den Transport auf dem Wasser-, Schienen- oder Landweg. Außerdem kann der Versandstatus der Waren online in Echtzeit verfolgt und abgefragt werden.
Im September 2023 wurde am Westbahnhof von Lanzhou das erste Geschäft für importierte Waren (unter Zollverschluss) auf der Trans-Eurasia-Expresslinie offiziell eröffnet. Die Waren in diesem Zollverschlussgeschäft stammen hauptsächlich aus Ländern, die von dem Trans-Eurasia-Express durchquert werden, wie Russland, Belgien, Türkei, Italien, Frankreich und Deutschland. Das Sortiment umfasst über ein Dutzend Kategorien wie Kosmetik, Artikel für Mütter und Babys, Güter des täglichen Bedarfs im Haushalt, Lebensmittel, Getränke und einfache Luxusartikel mit insgesamt mehr als tausend Artikeln, deren Qualität garantiert ist. Reisende, die am Westbahnhof von Lanzhou Züge besteigen, profitieren nun auch von den vielfältigen Waren, die der Trans-Eurasia-Express mitgebracht hat. So lassen sich die Vorzüge dieses Zuges bequem erleben.
Hüter der „Stählernen Karawane“
Der heutige Glanz der „stählernen Karawane“ im Hexi-Korridor wäre ohne das Mitwirken vieler Menschen unmöglich. Dazu gehören sowohl die Lokführer:innen, die Tag und Nacht unermüdlich unterwegs sind, als auch die fleißigen und aufmerksamen Mitarbeiter:innen an den Bahnhöfen und Zollstellen, die für die Überwachung und Lotsendienste verantwortlich sind. In der Regel durchquert ein Trans-Eurasia-Express mehrere Länder wie China, Russland, Polen, Deutschland, Frankreich und Spanien. Für die gesamte Strecke sind mehr als fünfzig Lokführende erforderlich, die zusammenarbeiten, um die Fahrt erfolgreich abzuschließen. In China wechselt der Lokführer jedes Mal, wenn der Zug in den Zuständigkeitsbereich einer neuen Eisenbahnbehörde gelangt. Im Ausland wird die Lokführerin an jeder Grenze gewechselt, um sicherzustellen, dass der Zug immer von einer Person gesteuert wird, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist.
Darüber hinaus steht der reibungslose Betrieb der Züge vor der Herausforderung des Spurwechsels. Da die Spurweiten in verschiedenen Ländern unterschiedlich sind, muss der Zug während der gesamten Strecke zweimal die Spur wechseln: Das erste Mal erfolgt der Spurwechsel an der chinesisch-kasachischen Grenze in Dostyk, wo die Fracht von einem Standardspurzug auf einen Breitspurzug umgeladen wird, um die Weiterfahrt durch Kasachstan, Russland und Weißrussland zu ermöglichen. Der zweite Spurwechsel findet an der weißrussisch-polnischen Grenze in Brest statt, wo die Ladung erneut von einem Breitspurzug auf einen Standardspurzug umgeladen wird, um weiter ins europäische Binnenland zu gelangen. In diesen Phasen arbeiten Lokführer, Bahnhofsmitarbeiterinnen und Zollbeamte eng zusammen, um diesen wichtigen Transportkorridor zu schützen.
In den letzten zehn Jahren haben die Züge des Trans-Eurasia-Express ein Transportnetz entwickelt, das „Punkte miteinander verbindet und zu einem Netz verknüpft“. Die Züge, die über den eurasischen Kontinent rasen, haben nicht nur reiche Früchte für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Europa gebracht, sondern auch den kulturellen Austausch zwischen China und anderen Ländern gefördert. Früher waren die alten Handelsrouten des Hexi-Korridors vom Klang der Kamelglocken und dem gelben Sand der Wüste geprägt, aber heute legt man die Strecke mit Zügen wie dem Trans-Eurasia-Express zurück und nutzt dabei Tunnel und Brücken. Das Pfeifen der Züge ist über Tausende von Kilometern hinweg zu hören. Diese wundersame Transportroute hat der Weltwirtschaft neue Impulse verliehen.
